[Intro] Mauern zu Staub, nicht durch Feuer, nicht durch Krieg. Nur weil ich endlich aufhöre, sie für mich zu halten. [Verse 1] Ich baute sie aus kurzen Antworten, aus Stolz, aus Schweigen, aus Beton. Jede Nacht kam eine Schicht dazu, bis ich mich selbst kaum noch bewohn. Sie standen hoch um meine Stimme, sie hielten Nähe draußen fest. Und nannten jeden kalten Abstand ein sicheres Versteck. [Pre-Chorus] Doch Sicherheit aus harten Wänden hat mir den Atem eng gemacht. Ich heb die Hand an meine Mauer und spür, wie sie von innen kracht. [Chorus] Mauern zu Staub, fallt leise oder fallt laut. Ich brauch euch nicht mehr als Gefängnis, nicht als Haut auf meiner Haut. Mauern zu Staub, ich seh den Himmel durch den Bruch. Was mich beschützen sollte, wurde viel zu lang mein Fluch. [Verse 2] Die erste Wand fällt an der Ecke, wo ich nie um Hilfe rief. Die zweite bricht bei deinem Namen, der dort wie alter Regen lief. Die dritte trägt noch meine Wut, in dicken schwarzen Zeichen. Ich streich nicht drüber, ich geh hindurch, ich muss sie nicht mehr reichen. [Pre-Chorus] Ein Stein nach dem andern gibt nach, mein Brustkorb wird weit und schwer. Ich wusste nicht, wie laut es klingt, wenn Angst kein Zuhause mehr wär. [Chorus] Mauern zu Staub, fallt leise oder fallt laut. Ich brauch euch nicht mehr als Gefängnis, nicht als Haut auf meiner Haut. Mauern zu Staub, ich seh den Himmel durch den Bruch. Was mich beschützen sollte, wurde viel zu lang mein Fluch. [Breakdown] Staub in den Lungen, Staub auf dem Kleid. Ich huste die Jahre aus meiner Zeit. Stein wird zu Erde, Erde wird Weg. Ich bleibe stehen, bis nichts mehr bebt. [Guitar Solo] Die Gitarren reißen durch Beton, die Drums schlagen breit und tief. Die Stadt verliert ein altes Gewicht, das nur in meinem Innern schlief. [Final Chorus] Mauern zu Staub, fallt endlich von mir ab. Ich geh durch eure grauen Wolken, ohne Blick zurück ins Grab. Mauern zu Staub, ich seh den Himmel, kalt und klar. Was mich beschützen sollte, hat heute keine Macht mehr da. [Outro] Staub legt sich auf meine Schuhe, der Wind macht daraus Sand. Ich lasse meine Hände sinken, und sehe endlich Land.